Ein Bad, das zuletzt in den neunziger Jahren erneuert wurde, erkennt man meist auf den ersten Blick: Fliesen im Format 15 mal 20 oder 20 mal 25 Zentimeter, oft im Mörtelbett, dazu eine Eckwanne und weiße Keramik ohne Ablagefläche. Solche Räume sind inzwischen rund 30 Jahre alt. Sie tun noch ihren Dienst. Doch die Fugen dunkeln nach, der Wannenrand wird mit jedem Jahr mehr zur Hürde, und Platz für zwei am Waschbecken gab es nie.
Im Plattenbau, etwa in Zoberberg, sitzt das Bad als vorgefertigte Sanitärzelle mitten in der Wohnung: rund 2,5 bis 4 Quadratmeter als Erfahrungswert, oft ohne Fenster, die Abluft meist über einen Schacht. Den Ausschlag gibt dort selten die Optik. Gewünscht sind eine Dusche ohne Schwelle und ein Raum, der nicht länger wie eine Kabine wirkt.
Ein neues Bad verändert vor allem die ersten Minuten jedes Morgens. Für ein Komplettbad rechnen wir mit zehn bis fünfzehn Arbeitstagen; um Leitungen, Abdichtung, Lüftung und die Termine der Gewerke kümmern wir uns. Was ein Raum über die Technik hinaus braucht, damit Sie ihn gern betreten, beschreibt der Ratgeber Wohlfühlbad planen.















































