Badheizkörper werden auf 24 Grad Raumtemperatur bemessen
Für Wohn- und Schlafräume rechnet die Heizungsplanung mit 20 Grad, für das Bad mit 24. Der Aufschlag von vier Grad hebt den Wärmebedarf derselben Fläche je nach Gebäude um 20 bis 30 Prozent. Nass aus der Dusche friert man schneller, und der Dampf soll rasch abziehen. Auf warmen Wänden schlägt sich weniger Feuchte nieder. Das schont Fugen und Putz. Zur Lüftung siehe Lüftung im Bad.
Landesweit wurden in Sachsen-Anhalt 51,5 Prozent der Gebäude mit Wohnraum vor 1950 errichtet. Bäder in Häusern dieses Alters landen meist in den oberen zwei Zeilen der folgenden Richtwerte:
| Zustand des Gebäudes | Bedarf in W/m² | Bad 4 m², in W | Bad 5 m², in W | Bad 8 m², in W |
|---|---|---|---|---|
| unsanierter Altbau | 130–150 | 520–600 | 650–750 | 1.040–1.200 |
| teilsaniert, neue Fenster | 90–110 | 360–440 | 450–550 | 720–880 |
| Neubau mit guter Dämmung | 60–75 | 240–300 | 300–375 | 480–600 |
Ein innen liegendes Bad ohne Außenwand kommt mit weniger aus, weil ringsum geheizte Räume liegen. So ist es oft im Gründerzeithaus, wo das Bad nachträglich in eine schmale Kammer von meist rund 3 bis 5 m² kam, und in der Sanitärzelle eines Plattenbaus, die rund 2,5 bis 4 m² misst und häufig kein Fenster hat. Ein Eckbad unter dem Dach braucht dagegen mehr. Exakt wird es erst mit einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die Wand für Wand und Fenster für Fenster ansetzt.


