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Bodengleiche Dusche mit durchgehendem Fliesenboden, ohne Kante zum übrigen Bad
Meisterbetrieb für Badbau

Bodengleiche Dusche: wie viel Höhe der Boden in Dessau braucht

Ob eine Dusche ohne Stufe gelingt, entscheidet in Dessau die Höhe unter der Fliese. Ein Standard-Punktablauf braucht von der Rohdecke bis zur fertigen Fliese 120 bis 150 Millimeter.

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Die Grenze der Dusche liegt unter der Fliese

Bei einer bodengleichen Dusche fällt der Blick zuerst auf die Fläche und auf die Lage der Glaswand. Die harte Grenze liegt aber tiefer. Ablauf, Gefälle, Abdichtung und Estrich stapeln sich zwischen Rohdecke und Fliese, und jede Schicht verlangt ihre Millimeter. Fehlt dort Höhe, rettet sie auch keine gute Zeichnung. Eine Ausnahme bildet der Wandablauf: Sein Geruchsverschluss, ein Wasserpolster gegen Kanalgeruch, steckt in der Vorwand. Er kommt mit 70 bis 100 Millimetern aus.

In Angeboten und Prospekten tauchen zwei Begriffe auf, die leicht verwechselt werden. Die Einbauhöhe gibt der Hersteller für den Ablaufkörper allein an; Gefälle, Abdichtung, Estrich und Belag sind darin nicht enthalten. Die Aufbauhöhe umfasst den ganzen Schichtenaufbau, gemessen ab Rohdecke bis zur Fliesenoberfläche. Nur diese Zahl entscheidet über eine Dusche ohne Stufe, und nur sie lässt sich am eigenen Boden nachmessen. Jede Angabe auf dieser Seite nennt deshalb, welche Höhe gemeint ist.

In Dessau reicht der Bestand von den Reihenhäusern der Bauhaus-Moderne in Törten über Siedlungs- und Einfamilienhäuser bis zu den alten Dorfkernen. Als Erfahrungswert bringen Böden in Häusern bis etwa 1949 häufig 12 bis 16 Zentimeter zwischen Rohdecke und Fliesenoberkante mit, Nachkriegsbauten bis in die späten Siebziger dagegen oft nur 8 bis 10. Einen ersten Anhaltspunkt liefert die Schwelle zum Flur. Sicher ist das Maß erst bei geöffnetem Boden.

Geöffnete Vorwand mit Steigleitung, Platz für den Siphon eines Wandablaufs

Was Punktablauf, Rinne und Wandablauf an Höhe brauchen

In der Tabelle steht die Einbauhöhe für den Ablaufkörper ohne alles Weitere und die Aufbauhöhe für den ganzen Schichtenaufbau bis zur fertigen Fliese. Neben das Maß Ihres Bodens gehört immer die zweite Zahl.

Art des Ablaufs Einbauhöhe Ablaufkörper in mm Aufbauhöhe ab Rohdecke in mm Wofür er sich eignet
Punktablauf in Standardbauform, seitlicher Abgang DN 50 90–110 120–150 übliche Wahl beim Umbau
Flacher oder extraflacher Punktablauf 65–90 95–120 Altbau mit knapper Höhe
Bodenrinne in Standardbauform 90–120 120–150 Fliesen in großem Format
Flache Bodenrinne 65–90 95–120 Rinne bei wenig Höhe
Wandablauf, auch als Wandrinne rund 70, in der Vorwand 70–100 Boden mit sehr geringer Höhe
Aufgesetzte, extraflache Duschfläche entfällt kein Bodenaufbau, Einstieg 25–35 Notlösung, wenn der Boden keine Höhe hat

Ein Punktablauf, dessen Abflussrohr senkrecht durch die Decke ins Geschoss darunter geht, kommt beim Umbau fast nie infrage. Im Mehrfamilienhaus liegt unter dem Bad in aller Regel eine fremde Wohnung, im Einfamilienhaus oft ein Wohnraum. Ob die Decke geöffnet werden darf und das Rohr dort Platz findet, kann nur ein Tragwerksplaner beurteilen.

Über die Planung entscheidet oft ein Maß, das kein Prospekt nennt: die Strecke bis zum Fallrohr, also dem Abwasserrohr, das senkrecht durch alle Geschosse läuft. Auf dem Weg dorthin muss die Leitung je Meter um 1 bis 2 Zentimeter fallen. Liegt der Strang drei Meter entfernt, kostet das am Ablauf bis zu 6 Zentimeter zusätzliche Höhe. Darum entsteht die neue Dusche meist dort, wo zuvor die Wanne stand. Deren Anschluss liegt schon nah am Strang.

Ein Gefälle von 1,5 bis 2 Prozent führt das Wasser ab

Wie groß die Duschfläche wird, bestimmt der Grundriss

Für die Fläche genügt ein Blick auf den Grundriss, sie ist schneller geklärt als die Höhe. Als Untergrenze gelten 80 mal 80 Zentimeter, bequem wird es ab 90 mal 90. DIN 18040-2, die Norm für barrierefreie Wohnungen, sieht 120 mal 120 Zentimeter stufenlose Bewegungsfläche vor. Ersetzt die Dusche eine 170 Zentimeter lange Wanne in einer Nische, bleiben meist 160 mal 75 Zentimeter, mit einer kurzen Vorwand 120 mal 90.

Welche Größen, Einstiegsbreiten und Abtrennungen es gibt, erklärt die Seite Duschtasse Maße genauer. Im Gründerzeithaus, wie es etwa in Dessau-Nord steht, wurde das Bad meist später in eine schmale Kammer gesetzt; als Erfahrungswert misst es rund 3 bis 5 m². Wie viel Platz neben der Dusche frei bleiben sollte, zeigen kleines Bad und barrierefreies Bad.

Ein Ablauf schluckt mehr, als die Brause liefert

Aus einer üblichen Handbrause kommen 8 bis 12 Liter je Minute, aus einer großen Kopfbrause 15 bis 25. DIN EN 1253 verlangt von einem Bodenablauf in DN 50 mindestens 0,8 Liter je Sekunde. Handelsübliche Modelle erreichen 0,8 bis 0,9 Liter, das entspricht 48 bis 54 Litern in der Minute. Der Prüfwert gilt allerdings bei 20 Millimetern Wasser über dem Rost, und so viel staut sich in einer Dusche ohne Schwelle selten. Eine Brause schafft der Ablauf sicher, zwei gleichzeitig nur knapp.

Der Geruchsverschluss hält meist 50 Millimeter Sperrwasser, das den Kanalgeruch im Rohr zurückhält. Flachere Siphons sind erhältlich, setzen aber eine Dusche voraus, die oft benutzt wird. Steht sie wochenlang trocken, verdunstet das Wasser, und es riecht aus dem Abfluss. Wichtig ist zudem ein Haarsieb, das sich ohne Werkzeug herausnehmen lässt. Sonst bleibt es ungereinigt.

Bodengleich über Betondecke und Holzbalken

Über einer Betondecke ist die verfügbare Höhe meist schnell ermittelt, denn an der Decke selbst ändert sich wenig. Das gilt für den Plattenbau, wie ihn etwa Zoberberg prägt. Dort sitzt das Bad häufig als vorgefertigte Zelle aus Beton oder glasfaserverstärktem Kunststoff, eine sogenannte Sanitärzelle, innen im Grundriss, ohne Fenster und als Erfahrungswert mit rund 2,5 bis 4 m². In den Beton stemmen wir nur, wenn Statik und Bewehrung, die Stahleinlagen der Decke, das erlauben. Darüber entscheidet ein Tragwerksplaner.

Über einer Holzbalkendecke, wie sie viele ältere Häuser in den Obergeschossen haben, sieht die Rechnung anders aus. Ein schwimmender Zementestrich ist dort selten die richtige Wahl, allein wegen seines Gewichts. DIN 18560-2 verlangt rund 45 Millimeter über der Dämmung, das ergibt ein Gewicht von etwa 90 Kilogramm auf jedem Quadratmeter. Belag samt Kleber legt noch gut 25 drauf. Diese Dauerlast addiert sich zur vorhandenen und darf die Nutzlast für Menschen und Möbel nicht aufzehren. Ob die Balken das aushalten, beurteilt der Statiker.

Über Holzbalken bauen wir deshalb trocken auf. Ein Duschelement aus Hartschaum liefert Gefälle und Untergrund zugleich, daneben schließen Trockenestrichplatten an, und das Rohr vom Wandablauf verläuft zwischen den Balken. Kein Balken wird dafür durchbohrt oder ohne Freigabe des Statikers eingeschnitten. Unter Last geben Holzbalken leicht nach, und diese Bewegung reißt starre Fugen auf. Eine steife Platte und eine Entkopplungsmatte unter den Fliesen nehmen sie auf. Mehr dazu unter Bad im Altbau.

Innenliegendes Altbaubad ohne Fenster, ausgestattet mit einer Dampfdusche

Bodengleiche Duschen brauchen eine Verbundabdichtung

Eine bodengleiche Dusche ohne Verbundabdichtung nach DIN 18534 ist ein Wasserschaden, der sich nur noch nicht zeigt. Die Abdichtung liegt unmittelbar unter dem Fliesenkleber, bedeckt den gesamten Boden und reicht an den Wänden mindestens 20 Zentimeter über die höchste Entnahmestelle. Dichtbänder und Manschetten sichern Ecken, Kehlen und Rohrdurchführungen. Ältere Abdichtungen, etwa aus Bädern der Neunzigerjahre, entsprechen dem Stand ihrer Zeit; auf sie verlassen wir uns nicht. Was neu abgedichtet wurde, dokumentieren wir für Ihre Unterlagen, mehr unter Gewährleistung.

Drei Fehler, die im fertigen Boden bleiben

Drei Stellen gibt es bei der bodengleichen Dusche, an denen sich ein Fehler später nicht mehr korrigieren lässt. Alle liegen unter oder an der Fliese. Wer sie beheben will, muss den fertigen Boden wieder aufnehmen.

Fehler eins ist die falsche Reihenfolge. Eine Duschfläche zu zeichnen, ohne die Aufbauhöhe zu kennen, bleibt ein Ratespiel; zuerst kommt das Maß aus dem Boden. Fehler zwei ist ein zu starkes Gefälle: Bei 3 Prozent kippt der Hocker bereits, und ein Teil des Wassers läuft am Ablauf vorbei in den Raum.

Fehler drei passiert an der Glaswand. Auf der Gefällekante montiert, gerät sie aus dem Lot, und unten bleibt ein Spalt, den auch eine Silikonfuge nicht verbirgt. Wo die Scheibe neben der Kante steht, legen wir deshalb vor der Bestellung fest. Glas wird auf Maß gefertigt und lässt sich danach nicht mehr ändern.

Wir messen die Höhe in Ihrem Bad in Dessau nach

Wir arbeiten in ganz Dessau-Roßlau, von Roßlau bis Kochstedt, und im Umland, etwa in Köthen, Zerbst und Coswig. Gerade bei der bodengleichen Dusche hängt viel an der Abdichtung und an sauberen Übergängen zwischen den Gewerken. Im Angebot stehen Abbruch, Installation, Abdichtung und Fliesen deshalb als einzelne Positionen, damit Sie sehen, was zu welchem Preis gemacht wird.

Im ersten Termin ermitteln wir die verfügbare Höhe an Türschwelle und Anschlüssen, wenn möglich zusätzlich an einer geöffneten Stelle des Belags, und messen die Strecke bis zum Fallrohr. Danach steht fest, welcher Ablauf passt: Punktablauf, Rinne, Wandablauf oder als letzte Möglichkeit eine aufgesetzte, extraflache Duschfläche. Der Termin ist kostenlos und unverbindlich. Sie erreichen uns unter 01579 2834939.

Ersetzt eine bodengleiche Dusche die alte Wanne, kostet das in Dessau in der Regel 3.500 bis 7.500 Euro. Meist ist der Umbau in drei bis fünf Arbeitstagen erledigt. Welcher Betrag für Ihr Bad gilt, hängt an Ablaufsystem, Decke und Leitungen. Den Festpreis für das Planbare nennen wir nach dem kostenlosen Ersttermin. Die einzelnen Schritte des Umbaus beschreibt die Seite Dusche statt Wanne.

Häufige Fragen

Wie hoch muss der Bodenaufbau für eine bodengleiche Dusche sein?

Für einen üblichen Punktablauf DN 50 sind ab Rohdecke 120 bis 150 Millimeter nötig, die fertige Fliese eingerechnet. Flache Punktabläufe und flache Rinnen begnügen sich mit 95 bis 120, ein Wandablauf mit 70 bis 100, da sein Geruchsverschluss in der Vorwand steckt. Hinzu kommt die Leitung zum Fallrohr, die je Meter um 1 bis 2 Zentimeter fallen muss. Das Maß Ihres Bodens nehmen wir im kostenlosen Ersttermin auf.

Welches Gefälle ist für den Boden einer bodengleichen Dusche richtig?

1,5 bis 2 Prozent, das sind auf einen Meter 1,5 bis 2 Zentimeter. Eine Fläche von 100 mal 100 Zentimetern mit Punktablauf in der Mitte fällt so um rund 1 Zentimeter, eine 120 Zentimeter tiefe Fläche mit Rinne an der Wand um 1,8 bis 2,4. Darunter bleiben Pfützen, über 2,5 Prozent wackelt der Duschhocker. Festgelegt wird das genaue Gefälle beim Ersttermin, nachdem wir den Raum ausgemessen haben.

Woran erkenne ich, ob mein Boden genug Höhe für eine bodengleiche Dusche hat?

Drei Maße geben den Ausschlag: Türschwelle, Höhe des alten Ablaufs und Entfernung zum Fallrohr. Die Schwelle zeigt grob, wie dick der alte Boden ist; jeder Meter Leitung kostet 1 bis 2 Zentimeter Gefälle. Häuser bis etwa 1949 haben als Erfahrungswert oft 12 bis 16 Zentimeter, Nachkriegsbauten bis in die späten Siebziger häufig nur 8 bis 10. Genau wird es erst am geöffneten Boden, darum messen wir beim Ersttermin selbst.

Lässt sich eine bodengleiche Dusche über einer Holzbalkendecke bauen?

Häufig ja, nur nicht mit schwimmendem Zementestrich. Dieser muss laut DIN 18560-2 über der Dämmung rund 45 Millimeter dick sein, was ungefähr 90 Kilogramm pro Quadratmeter bedeutet; Fliesen und Kleber legen gut 25 drauf. Ob die Balken diese Dauerlast aushalten, prüft der Statiker. Unsere Lösung ist ein Trockenaufbau aus Hartschaum-Duschelement, Trockenestrichplatten und Wandablauf. Ob er zu Ihrem Haus passt, klären wir im Ersttermin vor Ort.

Duschrinne oder Punktablauf: Was passt besser?

Bei Fliesen ab 30 mal 30 Zentimetern spricht meist alles für die Rinne. Ein Punktablauf in der Mitte braucht vier geneigte Flächen, große Platten müssten dafür zerschnitten werden, deshalb liegt oft Mosaik. Eine Rinne an der Wand kommt mit einer Neigung aus, dann passen Platten bis 60 mal 120 Zentimeter. Das Material kostet je nach Modell 200 bis 600 Euro mehr, bei gleicher Höhe. Der Festpreis folgt auf den kostenlosen Ersttermin.

Was tun, wenn die Aufbauhöhe nicht ausreicht?

Zwei Auswege bleiben: zuerst der Wandablauf, danach die extraflache Duschfläche. Da sein Geruchsverschluss in der Vorwand sitzt, braucht der Boden beim Wandablauf nur 70 bis 100 Millimeter Aufbau. Ist selbst das zu viel, legen wir die Duschfläche aus Mineralwerkstoff, in die der Ablauf eingebaut ist, direkt auf den Boden. Über ihre Kante steigt man nur 25 bis 35 Millimeter, über einen Wannenrand rund 60 Zentimeter. Klarheit bringt das Aufmaß im Ersttermin.

Erfahrungen

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Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Dessau. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.

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