Im Gründerzeithaus, etwa in Roßlau, wurde das Bad meist
nachträglich in eine schmale Kammer gesetzt, als Erfahrungswert rund 3 bis 5 Quadratmeter.
Stammt die letzte Erneuerung aus der Zeit bis in die neunziger Jahre, finden sich oft eine
Eckwanne, weiße Standardkeramik und Fliesen von 15 × 20 bis 20 × 25 Zentimetern. Nach dem
Umbau steht im Eck eine bodengleiche Dusche, wo vorher die Wanne war. Den Waschtisch setzen wir an die freie
Seite, das WC an eine Vorwand, auf deren Oberkante Platz für Kosmetik ist.
In Plattenbauten wie in Zoberberg steckt das Bad häufig
in einer Sanitärzelle, oft ohne Fenster und rund 2,5 bis 4 Quadratmeter groß. Quer davor
die Wanne, das WC direkt am Installationsschacht, und über der Betondecke bleibt wenig Höhe
für einen Duschablauf. Anders in den Reihenhäusern von Törten: Bäder
in Siedlungshäusern messen meist rund 4 bis 7 Quadratmeter. Die Bauhaus-Siedlung selbst steht
seit 1977 unter Denkmalschutz.
Solche Ausgangslagen kehren wieder. Deshalb zeigt sich häufig schon beim Ersttermin, vor Ort
wie per Video, welche Aufteilung sich anbietet. Meist landet die Dusche in einem Winkel des
Raums, gelegentlich an der langen Seite. Eine Tür, die nach außen aufgeht, schafft rund einen
halben Quadratmeter Bewegungsfläche. Für Bäder unter vier Quadratmetern gibt es eigene Wege,
siehe kleines Bad.
Bekommt ohnehin jedes Objekt einen neuen Platz, kostet die Vorsorge für später wenig
zusätzlich: eine Dusche ohne Schwelle, eine breitere Tür, Wände, die Haltegriffe sicher tragen.
Liegt ein Pflegegrad vor, gibt die Pflegekasse unter Umständen einen Zuschuss von bis zu
4.180 Euro je Maßnahme; darüber entscheidet sie im Einzelfall (§ 40 Abs. 4 SGB XI, Stand Oktober 2026). Stellen Sie den Antrag vor dem Auftrag,
denn gezahlt wird erst ab Antragstellung. Die nötigen Maße stehen unter
barrierefreies Bad.