Waldersee ist aus zwei Dörfern zusammengewachsen. 1935 wurden Jonitz und Naundorf vereint, zuerst unter dem Namen Jonitz-Naundorf, ab Ende Juli desselben Jahres als Waldersee. Seit dem 1. November 1945 gehört der Bezirk zur Stadt. Er liegt rund 3 Kilometer östlich der Stadtmitte an der L 133 Richtung Wörlitz, in der Aue etwa 4 Kilometer vor der Stelle, an der die Mulde in die Elbe fließt.
Gebaut ist hier fast alles im kleinen Maßstab. In den 1930er Jahren entstand für Beschäftigte der Junkers-Werke eine Siedlung aus Einfamilien- und Doppelhäusern: eingeschossig, mit 50 Grad steilem, ausgebautem Satteldach, roten Ziegeln und Putzfassade, etwa an der Griesener, der Gohrauer und der Schleesener Straße. Daneben stehen Bauernhäuser in den Ortskernen und Einfamilienhäuser späterer Jahrzehnte. Mehrfamilienhäuser sind die Ausnahme.
Ende 2025 waren in Waldersee 2.434 Menschen gemeldet. Die Wohngebäude nutzen zum großen Teil ihre Eigentümer selbst, und viele sind gut erhalten. Wer im eigenen Haus das Bad erneuert, muss keinen Vermieter fragen und kann für die nächsten Jahrzehnte planen. Mieter brauchen dagegen für jeden Umbau dessen Erlaubnis.


