Hinter dem Putz verlaufen oft Rohre aus mehreren Jahrzehnten, im Obergeschoss liegt nicht selten eine Holzbalkendecke unter dem Bad, und im Keller sitzt der Anschluss an den Kanal manchmal tiefer als gedacht.
Rohre aus verschiedenen Jahrzehnten
In Häusern aus der Zeit bis 1949 entstand die Installation selten in einem Zug. Heizung, Warmwasser und ein zweites Bad folgten in Etappen, und so finden sich hinter alten Fliesen gelegentlich verzinkter Stahl, Kupfer und im ungünstigen Fall ein Stück Bleirohr nebeneinander. Nach § 17 Trinkwasserverordnung war für Bleirohre der 12. Januar 2026 die Frist zum Ausbau oder Stilllegen, länger nur mit Verlängerung durch das Gesundheitsamt; zum 12. Januar 2028 sinkt der Grenzwert auf 0,005 Milligramm Blei pro Liter (Stand Oktober 2026). Taucht beim Öffnen Blei auf, wird es ersetzt; den Preis dafür nennt das Angebot vorab als Bedarfsposition.
Ein zweiter Punkt ist der Weg des Warmwassers. Steht der Speicher im Keller und das Bad unter dem Dach, fließen morgens einige Liter kalt in den Abfluss, bis endlich warmes Wasser kommt. Eine Zirkulationsleitung beseitigt das, und am günstigsten wird sie verlegt, solange die Wände ohnehin offen sind.
Dazu kommt der Druck im Obergeschoss, denn innen zugewachsene Stahlrohre liefern dort oft weniger, als eine große Kopfbrause verlangt. Beides prüfen wir beim Termin vor Ort, und beides steht anschließend mit Betrag im Angebot.
Holzbalkendecke und Aufbauhöhe
Über dem Erdgeschoss tragen in älteren Siedlungshäusern und Villen häufig Holzbalken mit Einschub und Schüttung. Daraus ergeben sich zwei Grenzen. Zwischen Rohdecke und fertigem Boden bleiben oft nur wenige Zentimeter, und ein schwerer Zementestrich belastet alte Balken zu stark. Trockenestrich, flache Abläufe und eine Rinne an der Wand, die im Boden 7 bis 10 Zentimeter Höhe braucht, lösen beides, ohne dass der Boden in vier Richtungen Gefälle bekommen muss. Das legen wir fest, bevor die Fliesen bestellt werden.
Wünschen Sie eine freistehende Wanne, sagen Sie es früh. Sie steht selten am alten Platz, braucht eine Zuleitung durch den Boden und bringt gefüllt mehrere hundert Kilogramm auf wenige Füße. Eine Balkendecke trägt das in den meisten Fällen, sicher wissen wir es aber erst nach einem Blick auf die Balkenlage.
Lüftung, auch wenn ein Fenster da ist
Die meisten Bäder in Einfamilienhaus und Villa haben ein Fenster, im Winter reicht es trotzdem selten. Nach dem Duschen bleibt die feuchte Luft im Raum, und kurzes Kippen bringt sie nicht schnell genug hinaus. Ein nachgerüstetes Gäste-WC unter der Treppe hat oft gar kein Fenster. In beiden Fällen bauen wir einen Ventilator ein, der über einen Feuchtefühler anspringt und danach zehn bis zwanzig Minuten weiterläuft, lassen Zuluft unter der Tür nachströmen und führen die Abluft über Dach oder Außenwand, im Denkmalbereich nach Abstimmung. Worauf es beim Gerät ankommt, erklärt Lüftung im Bad.