Wie flach der Ablauf über der Fußbodenheizung baut
Wer die Eckwanne gegen eine bodengleiche Dusche tauscht, muss den Ablauf in den Boden
bringen. Im Eigenheim liegen dort Estrich und oft die Heizrohre einer Fußbodenheizung, in den
Kasernenbauten eine massive Decke aus den Dreißigern. Beides trägt gut. Höhe gibt es trotzdem
nur begrenzt her.
Zwei Begriffe geraten dabei leicht durcheinander. Die Einbauhöhe beschreibt
allein den Ablaufkörper, also das Gehäuse mit Geruchsverschluss. Die
Aufbauhöhe umfasst die gesamte Schichtfolge zwischen Rohdecke und fertiger Fliese,
und allein an ihr hängt, ob ein Ablauf hineinpasst.
| Bauart des Ablaufs | Höhe des Ablaufkörpers in mm | Nötiger Bodenaufbau in mm |
| Punktablauf in üblicher Höhe | 90–110 | 120–150 |
| Punktablauf, niedrige Ausführung | 65–90 | 95–120 |
| Ablauf in der Vorwand | um 70, in der Wand | 70–100 |
| Duschfläche, extraflach auf dem Boden | Boden bleibt zu | Stufe 25–35 |
Im Estrich eines Hauses ab 1997 lässt sich ein Ablauf meist versenken, wenn die Heizschleifen
an dieser Stelle umgelegt oder ausgespart werden. Dafür muss bekannt sein, wo die Rohre
laufen. Ein Verlegeplan aus der Bauzeit hilft, sonst macht eine Wärmebildkamera bei laufender
Heizung sie sichtbar. Ist auch dann zu wenig Höhe da, wird eine flache Duschfläche aufgesetzt.
Dazu kommt das Gefälle zum Ablauf, in der Regel rund 1 bis 2 Prozent. An der Badtür zeigt
sich, ob der neue Boden mit dem Flur bündig bleibt. Beides messen wir, bevor bestellt wird.