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Bad ohne Fliesen: sechs Alternativen im Vergleich
Wand und Boden ohne Fugenraster: Wir stellen sechs Beläge nach Aufbauhöhe, Eignung für die Dusche, Haltbarkeit und Preis gegenüber. Mikrozement etwa kommt fertig auf 130 bis 220 Euro je Quadratmeter, Versiegelung inklusive.
4,9 von 5bei Googlefür unseren Betrieb in DessauWarum viele ein Bad ohne Fugenraster wollen
Hinter der Frage nach einem Bad ohne Fliesen stecken meist drei Anliegen: weniger Fugen im Duschbereich, eine ruhige Wandfläche und ein Umbau, bei dem nicht tagelang gestemmt wird.
Am meisten stören die Fugen. Im täglich genutzten Duschbereich verfärben sie sich oft schon nach zwei oder drei Jahren, und das Neuverfugen schiebt fast jeder auf. Danach folgt die Raumwirkung. Ein schmales Kammerbad im Gründerzeithaus misst als Erfahrungswert rund 3 bis 5 m², und auf so wenig Fläche wirkt eine durchgehende Oberfläche weiter als ein Netz aus Platten von 30 mal 60 Zentimetern. Zuletzt kommt der Wunsch, den alten Belag zu behalten: kein Container an der Straße, kein Staub im Hausflur, kein Bohrhammer für die Nachbarn.
Gerade dieser letzte Punkt verdient Vorsicht. Manche Beläge lassen sich tatsächlich auf den Bestand aufbringen, dann spart man Abbruch und Entsorgung, also rund 400 bis 900 Euro und zwei bis drei Arbeitstage. Dasselbe Argument nutzen aber auch Anbieter, die unter der neuen Schicht gar keine Abdichtung einbauen. Ist der Belag einmal drauf, sieht das niemand mehr.
Wir vergleichen deshalb sechs Varianten nach denselben vier Kriterien: Aufbauhöhe, Belastbarkeit im Nassbereich, Lebensdauer und Preis je fertigem Quadratmeter. Ist die fugenlose Oberfläche schon beschlossen, erklärt die Seite fugenloses Bad, wie wir sie Lage um Lage herstellen. Hier geht es um die Wahl davor.

Wasserdicht macht die Abdichtung, nicht die Oberfläche
Fliese, Spachtelbelag, Acrylplatte oder Vinyl: Keine dieser Oberflächen hält Wasser auf Dauer vom Mauerwerk fern. Diese Aufgabe hat die Verbundabdichtung nach DIN 18534, die darunter liegt.
Die Norm für die Abdichtung von Innenräumen teilt jede Fläche in eine Wassereinwirkungsklasse ein, von W0-I bis W3-I. Die Wand am Waschtisch fällt meist unter W0-I, die Wand in der Dusche und über der Wanne unter W1-I, der Boden einer bodengleichen Dusche mit Ablauf unter W2-I. Ab W1-I sieht die Norm eine Abdichtung im Verbund mit dem Belag vor: eine flüssig aufgetragene Dichtschicht oder eine Dichtbahn, dazu Dichtbänder in den Ecken und Manschetten um jede Rohrdurchführung. Im Duschbereich zieht man sie an den Wänden bis wenigstens 20 Zentimeter oberhalb des höchsten Wasserauslasses hoch. Ein Gesetz ist die DIN nicht, wir richten jeden Nassbereich trotzdem danach aus.
Für jede Variante klären wir als Erstes, ob sich darunter eine Abdichtung einbauen lässt oder ob die Bauart sie verhindert. Im zweiten Fall bleibt der Belag aus der Dusche heraus, ganz gleich, was auf der Verpackung steht.
Genauer hinsehen sollte man bei Bädern, die in den neunziger Jahren erneuert wurden. Eine Abdichtung ist dort oft vorhanden, allerdings nach dem damaligen Stand und nach 25 bis 30 Jahren meist verbraucht. Mehr zur Feuchte im ganzen Raum steht unter Lüftung im Bad.

Die Aufbauhöhe entscheidet in Millimetern
Ist die Abdichtungsfrage geklärt, zählt die verfügbare Höhe. Schon eine gewöhnliche, 10 Millimeter starke Bodenfliese bringt samt Kleber rund 15 Millimeter auf, und so viel Spielraum bleibt unter einer Badtür nur selten.
Beim Ersttermin vor Ort messen wir deshalb drei Werte: den Spalt unter dem Türblatt, die Höhe des vorhandenen Aufbaus über der Rohdecke und die Stufe zum Flur. Erst damit lässt sich sagen, welcher Belag passt, ohne dass die Tür gekürzt werden muss oder eine Kante entsteht. Bei einer Holzbalkendecke, wie sie Gründerzeithäuser meist haben, etwa in Dessau-Nord oder Roßlau, kommt ein vierter Wert dazu: wie viel zusätzliches Gewicht die Decke noch aufnehmen kann. Hintergründe finden Sie unter Bad im Altbau.
Im Plattenbau mit Sanitärzelle, etwa in Zoberberg, liegen die Dinge andersherum: Die Betondecke trägt problemlos, doch nach oben gibt es kaum Reserve. Hier helfen nur dünne Lösungen, also mineralischer Spachtelbelag mit 2 bis 3 Millimetern oder vollflächig geklebtes Vinyl, das 3 bis 5 Millimeter braucht. Anders ist es, wenn ohnehin der Boden für eine bodengleiche Dusche geöffnet wird; den Ablauf beschreibt Dusche statt Wanne.

Mikrozement: gespachtelt in zwei bis drei Schichten
Mikrozement ist eine Masse auf Zement- oder Kalkbasis, die mit der Glättkelle in zwei bis drei hauchdünnen Schichten aufgetragen wird, insgesamt meist unter drei Millimetern. Zum Schluss schützt eine Versiegelung aus Polyurethan in zwei oder drei Gängen die Oberfläche.
Aufbau 2 bis 3 Millimeter und damit die dünnste Lösung im Vergleich. Häufig lässt sie sich deshalb unmittelbar auf angeschliffene alte Fliesen aufbringen.
Duschbereich Bis W2-I einsetzbar, also auch auf dem Boden der Dusche, sofern eine Verbundabdichtung darunter liegt. Ohne sie ist die Schicht reine Optik.
Lebensdauer Als Erfahrungswert 25 bis 30 Jahre, wenn der Untergrund trägt. Die Versiegelung nutzt sich ab und braucht im Duschbereich alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischung; bei hartem Wasser werden Kalkränder auf dunklen Tönen schnell sichtbar.
Kosten Fertig rund 130 bis 220 Euro je Quadratmeter samt Material. Rechnen Sie mit sechs bis zehn Arbeitstagen, von denen ein großer Teil reine Trockenzeit ist.
Optisch rückt keine andere Variante so weit von der Fliese ab, und keine stellt so hohe Ansprüche an die Verarbeitung. Wie wir die Schichten aufbauen, wo trotzdem Bewegungsfugen nötig sind und wann wir von Mikrozement abraten, erklärt fugenloses Bad.
Großformatige Platten: Feinsteinzeug ohne Fugenbild
Streng genommen ist Großformat keine Alternative zur Fliese, sondern Feinsteinzeug in anderen Abmessungen. Gängig sind Formate bis 100 mal 300 Zentimeter, etwa 60 mal 120 oder 120 mal 260, als Dünnplatte bereits ab 6 Millimetern Stärke. Eine Rückwand von 90 mal 200 Zentimetern besteht so aus einem einzigen Stück, Fugen bleiben nur an den Kanten.
Aufbau Mit Kleberbett 10 bis 16 Millimeter, bei Dünnplatten von 6 Millimetern rund 10 bis 12. Das liegt über dem Spachtelbelag, aber unter einer gewöhnlichen Bodenfliese mit rund 15 Millimetern.
Duschbereich Uneingeschränkt, auch in W2-I. Die Wasseraufnahme von Feinsteinzeug liegt unter 0,5 Prozent. Für den Duschboden kommen matte, rutschhemmende Platten der Bewertungsgruppe B (DIN 51097) zum Einsatz, damit der Fuß auch nass Halt findet.
Lebensdauer Als Erfahrungswert 25 bis 30 Jahre, so lange wie das Bad insgesamt. Eine beschädigte Platte lässt sich einzeln austauschen, bei 120 mal 260 Zentimetern braucht das aber zwei Personen und einen halben Tag.
Kosten Arbeitslohn fürs Verlegen 65 bis 95 Euro je Quadratmeter; die Platten selbst kosten 30 bis 120 Euro je Quadratmeter. Die Verlegung dauert drei bis fünf Arbeitstage, ein weiterer Tag geht für Fugen und Silikon drauf.
Zur Verlegung gehören zwei Personen, Vakuumsauger und eine Schneideanlage, und die Platte muss unbeschädigt auch in ein Dachgeschoss ohne Aufzug gelangen. Formate, Fugenbreiten und Rutschhemmung im Einzelnen stellt die Seite Badfliesen vor.
Acryl und Alu-Verbund als Rückwand der Dusche
Gemeint sind Plattenwerkstoffe, die man als Duschrückwand oder als Spritzschutz hinter Badewanne und Waschtisch verklebt. Üblich sind Sanitäracryl mit 3 bis 5 Millimetern, Hochdrucklaminat mit 3 bis 6 Millimetern und Alu-Verbundplatten mit 3 bis 4 Millimetern, bei denen ein Kunststoffkern zwischen zwei dünnen Aluminiumdecklagen liegt.
Aufbau Einschließlich Kleber 5 bis 10 Millimeter. Über einer alten Fliesenwand steht die Platte also kaum weiter vor als der bisherige Belag.
Duschbereich Für die Rückwand brauchbar, allerdings nur auf einer Verbundabdichtung. Der Werkstoff selbst ist dicht, die Silikonfugen an Kanten und Stößen dagegen nur, solange sie unversehrt sind. Für den Boden ist er nicht gedacht.
Lebensdauer Als Erfahrungswert 15 bis 20 Jahre. Die Silikonfugen sind Wartungsfugen nach DIN 52460, die man regelmäßig prüft und bei Bedarf erneuert. Acryl bekommt schneller Kratzer als Feinsteinzeug, und poliert man sie heraus, glänzt die Stelle danach anders.
Kosten Montiert rund 130 bis 250 Euro je Quadratmeter mit Arbeit und Material. Auf ebenem Untergrund ist die Montage meist an einem Arbeitstag fertig.
Ihre Stärke zeigen die Platten, wenn eine einzelne Fläche rasch und staubarm geschlossen werden soll: hinter einer neuen Duschwanne, im Spritzbereich am Waschtisch oder an der Wand über der Badewanne. Ein ganzes Bad damit auszukleiden, lässt den Raum dagegen meist wie eine Fertigkabine wirken.
PVC-Paneele auf Traglattung
PVC-Paneele mit Nut-und-Feder-Verbindung sind 5 bis 10 Millimeter dick. Meist schraubt man sie auf eine Unterkonstruktion aus Latten, nur gelegentlich werden sie vollflächig verklebt. Schnell montiert, staubfrei und preiswert: Genau mit diesen Argumenten werden sie beworben.
Aufbau Auf Lattung 30 bis 45 Millimeter, auf einer ebenen Wand verklebt nur 8 bis 12. Wird rundum auf Lattung montiert, schrumpft der Raum um rund acht Zentimeter in der Breite.
Duschbereich Nicht geeignet. Hinter den Paneelen bleibt eine Luftschicht von drei bis vier Zentimetern. Dort sammelt sich Feuchte, ohne dass es jemand bemerkt. Eine Verbundabdichtung nach DIN 18534 lässt sich mit dieser Konstruktion nicht ausführen. Paneele mit Holzwerkstoffkern quellen zudem an den Schnittkanten auf.
Lebensdauer Als Erfahrungswert 8 bis 15 Jahre. Am Fenster vergilbt die Oberfläche, und jeder Stoß hinterlässt eine Delle.
Kosten Montiert rund 70 bis 130 Euro je Quadratmeter und damit die günstigste Variante im Vergleich. Daher kommt ihre Beliebtheit in Angeboten.
Für ein Gäste-WC ohne Dusche, ein WC im Keller oder eine Wohnung, die ohnehin bald umgebaut wird, kann das eine vertretbare Wahl sein. Für ein Bad mit täglicher Dusche ist es keine.
Vinyl: drei Produkte, nur eines gehört ins Bad
Drei ganz verschiedene Produkte tragen im Handel den Namen Vinyl, und auf den Unterschied kommt es an. Klickvinyl mit Trägerplatte aus Holzfaser quillt, sobald Wasser steht, und hat im Bad nichts zu suchen. Klickvinyl mit Mineralkern bleibt formstabil, lässt Wasser aber durch die Verbindungen in den Untergrund sickern. Über einer Abdichtung taugt allein Dryback-Vinyl: 2 bis 2,5 Millimeter stark und vollflächig verklebt.
Aufbau Mit Spachtelung und Kleber 3 bis 5 Millimeter, Klicksysteme 5 bis 8. Am Boden ist das nach Mikrozement die zweitflachste Variante.
Duschbereich Vor der Dusche ja, in der Dusche nein. Dort müsste man die Bahnen verschweißen und als Hohlkehle an der Wand hochziehen wie in einer Klinik, was im eigenen Bad kaum jemand möchte. Bei allen anderen Bauarten bleiben die Stöße die Schwachstelle.
Lebensdauer Als Erfahrungswert 10 bis 20 Jahre. Für ein Familienbad sollte die Nutzschicht mindestens 0,55 Millimeter messen, sonst zeigt sich nach einigen Jahren eine Laufstraße zur Dusche.
Kosten Verlegt rund 70 bis 130 Euro je Quadratmeter, inklusive Spachtelung des Untergrunds. Die Arbeit dauert zwei bis drei Tage.
Vinyl fühlt sich warm an, dämpft Schritte und verträgt eine Fußbodenheizung. Unsere Empfehlung lautet kurz: Vinyl im Raum und eine Dusche mit Fliesen oder Spachtelbelag passen gut zusammen. Vinyl bis in die Dusche passt nicht.
Vorhandene Fliesen überarbeiten: vier Methoden im Check
Hinter diesem Schlagwort verbergen sich vier Methoden mit sehr unterschiedlichem Nutzen.
Neue Fliese auf alte Fliese. An der Wand begrenzt machbar, sofern der Untergrund trocken ist und beim Abklopfen keine Fliese hohl klingt. Die eigentliche Grenze zieht das Gewicht: Eine zusätzliche Lage Feinsteinzeug wiegt einschließlich Kleber rund 27 Kilogramm pro Quadratmeter, während alter Gipsputz für alle Schichten zusammen etwa 40 Kilogramm pro Quadratmeter verträgt. Zwei Fliesenlagen überschreiten das.
Mikrozement auf die alten Fliesen. Der übliche Weg und der Grund, weshalb Spachtelbeläge bei Renovierungen so oft gewählt werden. Die Fliesen werden angeschliffen, die Fugen geschlossen, die Fläche grundiert und anschließend beschichtet.
Acryl- oder Verbundplatte vor die Altwand. Möglich, wenn die Wand plan und trocken ist. Im Duschbereich erst, wenn wir die bestehende Abdichtung untersucht oder eine neue eingebaut haben.
Fliesenlack und Klebefolie. An einer trockenen Wand übersteht ein Zweikomponentenlack einige Jahre, im Spritzwasser und auf dem Boden viel kürzer. Folie ist reine Dekoration und schützt nicht vor Wasser.
Bei allen vier Methoden bleibt die alte Abdichtung, wie sie ist. In Bädern aus der Zeit vor 1990 findet sich unter dem Estrich gelegentlich nur Bitumenpappe oder überhaupt keine Abdichtung, in Bädern aus den neunziger Jahren eine nach damaligem Stand. Solange kein Wasser durchkommt, geht das gut. Kommt es durch, liegt der Schaden versiegelt unter dem neuen Belag. Vorher klopfen wir daher alle Flächen ab und messen die Feuchte. Was sich stattdessen in einer geplanten Badrenovierung zusammenfassen lässt, rechnen wir Ihnen beim Termin vor.
Alle sechs Beläge auf einen Blick
| Material | Aufbau in mm | In der Dusche | Haltbarkeit in Jahren | Preis je m² fertig |
|---|---|---|---|---|
| Mikrozement, gespachtelt | 2–3 | ja, über Abdichtung | 25–30 | 130–220 € |
| Feinsteinzeug im Großformat | 10–16 | uneingeschränkt | 25–30 | 95–215 € |
| Platte aus Acryl oder Alu-Verbund | 5–10 | nur Rückwand, über Abdichtung | 15–20 | 130–250 € |
| Paneele aus PVC | 30–45 | ungeeignet | 8–15 | 70–130 € |
| Vinyl, vollflächig geklebt | 3–5 | ungeeignet | 10–20 | 70–130 € |
| Bestandsfliesen überarbeitet | 2–16 | erst nach Prüfung | abhängig vom Belag | abhängig von der Methode |
Die Preisspalte ist die am wenigsten aussagekräftige. Bei gleichem Preis je Quadratmeter trennen ein kleines und ein großzügiges Bad schnell mehrere tausend Euro, und die Vorarbeiten am Untergrund schwanken mehr als die Oberfläche. Aus welchen Posten eine Gesamtsumme entsteht, zeigt Badsanierung Kosten.
Für kleine Räume, etwa ein Kammerbad im Gründerzeithaus mit rund 3 bis 5 m² oder die Sanitärzelle eines Plattenbaus, die rund 2,5 bis 4 m² hat (beides Erfahrungswerte), erklärt die Seite kleines Bad, ab welcher Größe eine durchgehende Fläche lohnt.
Drei Punkte helfen bei der Entscheidung mehr als jeder Vergleich von Mustern.
Verfügbare Höhe. Ist unter der Tür weniger als 10 Millimeter Luft, scheiden Großformat und Paneele aus; übrig sind Mikrozement und geklebtes Vinyl.
Dusche im Umbau. Wird die Dusche mit erneuert, kommt ohnehin eine neue Abdichtung, und der Vorteil des Überarbeitens schrumpft etwa auf die Hälfte. Dann wählen Sie den Belag nach dem Aussehen, nicht nach der Aufbauhöhe.
Geplante Nutzungsdauer. Soll die Wohnung in fünf Jahren verkauft werden, rechnet sich die günstige Variante. Wer im Bad alt werden möchte, denkt besser gleich über ein barrierefreies Bad nach.
Am Ende setzt sich meist eine Kombination durch: Spachtelbelag an den Wänden, wo die ruhige Fläche wirkt, und Großformat auf dem Boden, der am stärksten beansprucht wird. Was sich bei so einer Teilmaßnahme bündeln lässt, erklärt Bad modernisieren.
Was wir bauen und wovon wir abraten
Zu unseren Arbeiten gehören Fliesen in allen Formaten, große Feinsteinzeugplatten und Mikrozement, dazu Rückwände aus Acryl oder Alu-Verbund und vollflächig geklebtes Vinyl vor der Dusche.
Bei jedem dieser Beläge bauen wir darunter eine Abdichtung nach DIN 18534 ein. Sie erscheint im Angebot als eigene Position und macht die Summe höher als bei Angeboten ohne diesen Posten.
Zwei Ausführungen übernehmen wir nicht. PVC-Paneele auf Lattung montieren wir in keinem Bad mit Dusche, weil sich ein verdeckter Hohlraum nicht kontrollieren lässt; dort bieten wir eine Acrylrückwand auf Abdichtung an. Fliesen lackieren wir ebenfalls nicht, denn der Lack gibt genau dort zuerst nach, wo täglich Wasser steht.
Ein Bad, das binnen zwei Tagen für unter 4.000 Euro nur optisch aufgefrischt werden soll, ist bei uns falsch aufgehoben. Anbieter dafür gibt es, sie decken die alte Substanz einfach zu, und das hält mitunter jahrelang. Wir prüfen zuerst den Untergrund, dichten dann ab und belegen zuletzt, was länger dauert und mehr kostet. Für ein kleines Budget ist eine einzelne Acrylrückwand über der Wanne oft der ehrlichere Anfang.
Begonnene Baustellen anderer Betriebe setzen wir nicht fort, und selbst im Internet bestelltes Material verbauen wir nicht, da wir dafür keine Gewähr übernehmen können. Gern beginnen wir die Arbeit von Grund auf neu oder besorgen gleichwertiges Material selbst.

So kommen Sie in Dessau zu einem Festpreis
Wir sind in ganz Dessau-Roßlau und im Umland tätig, von Roßlau über Törten bis Kochstedt. Über den Belag entscheidet bei uns der Befund am Untergrund.
Vor Ort nehmen wir die Höhe über der Rohdecke auf, prüfen durch Abklopfen, ob alte Fliesen hohl liegen, messen die Feuchte und nennen Ihnen danach, welche Variante bei Ihnen machbar ist. Zum Kennenlernen reicht auch ein Videocall, die Messungen gehören aber in Ihr Bad. Danach erhalten Sie einen Festpreis für alles Planbare mit einzelnen Positionen und eigens ausgewiesener Abdichtung; was sich erst beim Öffnen zeigt, steht als Bedarfsposition mit eigenem Preis daneben. Der Ersttermin ist kostenlos. Auf der Rechnung trennen wir Lohn und Material, damit Sie den Lohnanteil für Ihren eigenen Haushalt nach § 35a EStG ansetzen können.
Ob ein Belag passt, hängt vom heutigen Zustand an Wand und Boden ab. Nennen Sie uns telefonisch unter 01579 2834939 die Größe des Bads, den jetzigen Belag und ob die Dusche mit erneuert werden soll, dann vereinbaren wir direkt einen Termin. Eine kurze Nachricht über das Formular unten tut es ebenso.
Häufige Fragen
Was kann man im Bad statt Fliesen an Wand und Boden verwenden?
Sechs Wege kommen ernsthaft infrage: Mikrozement als mineralischer Spachtelbelag, Feinsteinzeug im Großformat, Rückwände aus Acryl oder Alu-Verbund, PVC-Paneele, vollflächig verklebtes Vinyl und das Überarbeiten der alten Fliesen. Im Duschbereich bewähren sich davon nur drei. Den Ausschlag gibt die Verbundabdichtung nach DIN 18534 unter dem Belag, nicht die Oberfläche. Welche Variante bei Ihnen passt, klären wir beim kostenlosen Ersttermin.
Welche Höhe muss für einen Belag ohne Fliesen frei sein?
Je nach Belag 2 bis 45 Millimeter. Am wenigsten braucht Mikrozement mit 2 bis 3 Millimetern, dann folgen geklebtes Vinyl, eine geklebte Rückwandplatte mit 5 bis 10 und Großformat samt Kleberbett mit 10 bis 16. Paneele auf Lattung beanspruchen 30 bis 45. Eine normale Bodenfliese trägt zum Vergleich rund 15 Millimeter auf. Die genaue Reserve messen wir beim Termin vor Ort.
Was kostet Mikrozement im Bad pro Quadratmeter?
Fertig verarbeitet 130 bis 220 Euro je Quadratmeter einschließlich Umsatzsteuer. Darin stecken die Vorbereitung des Untergrunds, Grundierung, Abdichtung im Nassbereich, zwei bis drei Spachtelschichten und die Versiegelung. Gegenüber einer soliden Standardfliese ist das teurer, weil mehr Handarbeit und längere Trockenzeiten anfallen. Ihren Festpreis mit einzelnen Positionen erhalten Sie nach dem kostenlosen Ersttermin.
Lässt sich Vinyl im Bad verlegen, auch in der Dusche?
Vor der Dusche ja, in der Dusche nein. Klickvinyl auf Holzfaserbasis quillt, sobald Wasser steht, und auch beim Mineralkern sickert Wasser durch die Klickverbindung in den Untergrund. Infrage kommt nur vollflächig verklebtes Vinyl, das 2 bis 2,5 Millimeter dick ist und auf einer Abdichtung liegt. Für den Duschboden selbst eignen sich Feinsteinzeug oder Mikrozement besser, was wir beim Termin gemeinsam abwägen.
Taugen PVC-Paneele als Wandverkleidung im Bad?
Nur außerhalb des Spritzbereichs. Auf Lattung entsteht hinter den Paneelen ein drei bis vier Zentimeter tiefer Zwischenraum, in dem sich unbemerkt Feuchte hält, und eine Abdichtung nach DIN 18534 lässt sich so nicht herstellen. Im Gäste-WC ohne Dusche ist der Belag für rund 70 bis 130 Euro je Quadratmeter dagegen vertretbar. Für das Duschbad besprechen wir beim Termin bessere Wege.
Ist eine Duschrückwand aus Acryl oder Alu-Verbund zulässig?
Ja, als Rückwand auf einer Verbundabdichtung, aber nie als Ersatz dafür. Die Platten sind 3 bis 6 Millimeter dick, werden auf ebenem Untergrund vollflächig oder mit Kleberraupen gesetzt und tragen samt Kleber 5 bis 10 Millimeter auf. Schwachstelle sind die Silikonfugen an Kanten und Stößen, also Wartungsfugen, die regelmäßig geprüft werden. Fehlt die Abdichtung, hält allein diese Fuge das Wasser zurück.
Lassen sich alte Fliesen einfach überkleben?
Wandseitig häufig, auf dem Boden selten, und nie ohne vorherige Prüfung. Der Untergrund muss trocken sein, und beim Abklopfen darf nichts hohl klingen. Dann kommt es aufs Gewicht an: Zusätzliches Feinsteinzeug wiegt einschließlich Kleber rund 27 Kilogramm pro Quadratmeter, alter Gipsputz verträgt für alle Schichten zusammen etwa 40 Kilogramm pro Quadratmeter. Beides prüfen wir beim Ersttermin vor Ort.
Welche Abdichtung sieht DIN 18534 unter einem Belag ohne Fliesen vor?
Für den Boden einer bodengleichen Dusche gilt die Wassereinwirkungsklasse W2-I. Unter den Belag gehört dann eine Verbundabdichtung, flüssig aufgetragen oder als Bahn, mit Dichtbändern in Ecken und Anschlüssen und Manschetten um die Rohre; an der Wand reicht sie mindestens 20 Zentimeter über den höchsten Wasserauslass. Die Norm ist kein Gesetz, wir bauen trotzdem danach, gleich welcher Belag darüber kommt.
Welche fliesenfreie Oberfläche hat die längste Lebensdauer?
Am längsten hält Feinsteinzeug im Großformat, als Erfahrungswert 25 bis 30 Jahre und damit so lange wie eine klassische Fliese. Mikrozement erreicht auf tragfähigem Untergrund ähnliche Werte, braucht im Duschbereich aber etwa alle drei bis fünf Jahre eine frische Versiegelung. Rückwandplatten halten rund 15 bis 20 Jahre, geklebtes Vinyl 10 bis 20, PVC-Paneele 8 bis 15. Was das für Ihr Bad bedeutet, zeigt der Termin.
Geht ein Bad ohne Fliesen schneller als eines mit Fliesen?
Nein, meist dauert es länger. Mikrozement braucht sechs bis zehn Arbeitstage, weil Grundierung, Abdichtung, jede Spachtelschicht und die Versiegelung nacheinander trocknen müssen. Großformat liegt bei drei bis fünf Tagen, geklebtes Vinyl bei zwei bis drei, eine Acrylrückwand bei einem Tag. Gewinnen lässt sich Zeit nur, wenn der Abbruch entfällt, weil der Bestand bleiben darf. Den Zeitplan nennen wir nach dem Ersttermin.
Bewertungen bei Google
Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Dessau. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.
Ihr Bad in Dessau
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