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Asbest bei der Badsanierung in Dessau
Stammen die Fliesen eines Dessauer Bades aus der Zeit vor 1995, kann der Kleber Asbest enthalten. Ob das zutrifft, zeigen zwei bis vier Laborproben, Kostenpunkt 100 bis 300 Euro.
4,9 von 5bei Googlefür unseren Betrieb in DessauWarum das Bad bei Asbest oft übersehen wird
Asbest verbinden viele mit grauen Wellplatten über dem Carport oder mit der Dämmung alter Nachtspeicheröfen. Kaum einer rechnet damit im eigenen Bad. Hier versteckt sich der Stoff in einer Schicht von wenigen Millimetern, die zwischen Fliese und Mauerwerk oder unter dem Bodenbelag liegt und sich von außen durch nichts verrät.
Dazu kommt: Jede Badsanierung beginnt mit Zerstörung. Hammer und Meißel lösen die Fliesen, eine Fräse trägt Kleberreste ab, der alte Boden wird aufgebrochen. Erst diese Arbeiten setzen aus dem festen Verbund Fasern frei und wirbeln sie in die Raumluft. Hinter einer intakten Fliese bleibt belasteter Kleber harmlos. Riskant wird er, sobald das Werkzeug ansetzt.
Bei uns ist die Asbestfrage deshalb geklärt, bevor das Angebot geschrieben wird, und nicht erst mitten im Rückbau. Diese Seite zeigt, welche Dessauer Bäder betroffen sein können, wie eine Probe den Verdacht bestätigt oder ausräumt, was Labor und Sanierung kosten und welche Folgen ein Fund für Termine und Festpreis hat.

Bäder vor 1995: wo der Verdacht beginnt
In Deutschland endete die erlaubte Verarbeitung von Asbest am 31. Oktober 1993, EU-weit ist der Stoff seit 2005 verboten. Was noch auf Lager lag, kam teilweise ein bis zwei Jahre später an die Wand. Als Verdachtsfall zählt deshalb jedes Bad, dessen Fliesen vor 1995 verlegt wurden.
Den Ausschlag gibt die letzte Erneuerung des Bades, das Alter des Gebäudes spielt dafür keine Rolle. Bekam ein Altbau in Dessau-Nord sein Bad erst in den späten Neunzigern neu gefliest, ist der Verdacht vom Tisch. Kritisch bleibt dagegen ein Raum, der in den Siebzigern oder Achtzigern entstand und seither unverändert ist, sei es ein enges Kammerbad im Altbau oder eine Sanitärzelle in einem Plattenbau in Zoberberg. Hausverwaltung, Voreigentümer, langjährige Nachbarn und alte Handwerkerrechnungen verraten hier mehr als die Fliese selbst.
Bei Gebäuden, die vor dem Verbot errichtet wurden, verlangt die Gefahrstoffverordnung, dass vor Beginn der Arbeiten geklärt ist, ob dort Asbest verbaut ist. Wer den Auftrag erteilt, teilt dem Betrieb mit, was er darüber weiß, etwa zu früheren Umbauten. Im Ersttermin fragen wir deshalb gezielt danach.

Fünf typische Fundorte im alten Bad
Fünf Bauteile sind in Bädern, die vor 1995 entstanden, besonders verdächtig.
Fliesenkleber. Er ist der häufigste Fundort. Zwischen 1960 und 1990 enthielten etliche Kleber einen Asbestzusatz, in der Regel unter fünf Prozent. Vom unbelasteten Produkt lässt er sich äußerlich nicht unterscheiden. Und keine Fliese lässt sich lösen, ohne dass er dabei zerbröckelt.
Spachtel- und Putzmassen. Zwischen Kleber und Wand liegt oft noch eine Ausgleichsschicht, in der ebenfalls Asbest stecken kann, häufig unter einem Prozent. Solche Spuren erkennt nur ein Rasterelektronenmikroskop, ein Polarisationsmikroskop reicht dafür nicht.
Bodenbeläge. Zwei Bauformen kommen vor. Die eine sind feste Vinylfliesen mit 25 oder 30 Zentimetern Seitenlänge, die gern auf schwarzem Bitumen kleben. Die andere ist Cushion-Vinyl als Rollenware, deren weiche, hellgraue Rückseite aus Asbestpappe gefertigt ist. Diese Bahn ist der schwierigere Fall, warum, steht unter der Aufzählung.
Fensterbänke und Leichtbauplatten. Fensterbänke aus Asbestzement auf der Raumseite stammen meist aus den Sechzigern und Siebzigern. Dasselbe Material findet sich in Platten hinter Heizkörpern und in Deckeln vor Revisionsöffnungen.
Lüftungsleitungen. In innenliegenden Bädern läuft die Abluft oft durch ein Asbestzementrohr bis in den Schacht. Bleibt das Rohr unangetastet, besteht keine Gefahr. Wird aber ein neuer Ventilator angeschlossen, ist das Arbeit am Rohr, und es gelten die Vorgaben wie beim Kleber. Lüftungslösungen für innenliegende Räume stellt die Seite Badlüftung vor.
Wie gefährlich ein Fund ist, hängt davon ab, wie fest die Fasern sitzen. Asbestzement, Vinylplatten und Kleber halten sie in einer harten Matrix, aus der sie erst beim Brechen, Schleifen oder Fräsen austreten. Ganz anders Asbestpappe, Dichtschnüre und alte Isolierungen: Dort liegen die Fasern beinahe lose, schon eine Berührung setzt welche frei. Ihr Ausbau verlangt deshalb deutlich mehr Schutz.
Hinweise, die zählen, und Mythen, die nicht zählen
Eine sichere Aussage trifft nur das Labor. Manche Beobachtungen erhärten einen Verdacht jedoch so weit, dass Sie eine Probe nehmen lassen sollten:
- Die Fliesen stammen aus der Zeit vor 1995, oder das Bad ist seitdem unverändert.
- Der Boden besteht aus festen Kunststofffliesen, 25 oder 30 Zentimeter im Quadrat.
- Unter einem älteren Belag von der Rolle kommt eine weiche, graue Papplage zum Vorschein.
- Am Untergrund klebt eine schwarze Masse, die an Teer erinnert.
- Die Innenfensterbank wirkt grau und hart, ist aber weder Naturstein noch Plastik.
- Ein grauer Faserzementstutzen verbindet den Raum mit dem Lüftungsschacht.
Wenig taugen dagegen die Faustregeln aus dem Internet. Am Farbton, an der Festigkeit oder am Geruch eines Klebers lässt sich nichts ablesen. Auch fest haftende Fliesen ohne jeden Riss können auf asbesthaltigem Kleber sitzen. Testsets aus dem Baumarkt helfen ebenso wenig, weil bei ihnen weder die Entnahme noch die Empfindlichkeit der Analyse gesichert ist.
Das gilt auch andersherum. Ein sauberer Befund für den Wandkleber besagt nichts über den Rest des Raums, denn Spachtel, Kleber und Bodenbelag kamen oft zu verschiedenen Zeiten ins Bad. Jedes Material wird darum getrennt untersucht. Sind in einem Bad von 1976 zwei Proben negativ, freut das alle Beteiligten. Für das dritte Material gilt das noch nicht.

Den Abbruch übernimmt nur ein Fachbetrieb
Vom Abbruch auf eigene Faust raten wir aus zwei Gründen ab, und beide sind ernst zu nehmen.
Erstens das Recht. Die Gefahrstoffverordnung verbietet Tätigkeiten an asbesthaltigen Baustoffen grundsätzlich. Zulässig sind allein Abbruch, Sanierung und Instandhaltung, und diese nur durch Betriebe mit der nötigen Sachkunde. Wer im eigenen Bad trotzdem selbst Hand anlegt, trägt das Risiko allein, und tritt danach ein Schaden auf, schauen Versicherer genau hin, bevor sie zahlen.
Zweitens die Gesundheit. Lungengängig ist eine Asbestfaser, wenn sie länger als fünf und dünner als drei Mikrometer ist; abbauen kann der Körper sie nicht. Erkrankungen zeigen sich häufig erst 15 bis 40 Jahre nach der Belastung, eine unbedenkliche Schwelle gibt es nicht. Die Toleranzkonzentration beträgt 100.000 Fasern pro Kubikmeter, die Akzeptanzkonzentration 10.000. Schleift jemand belasteten Kleber trocken ab, sind beide Grenzen in kürzester Zeit weit überschritten.
Dann betrifft der Schaden die gesamte Wohnung, nicht nur das Bad. Über den Flur gelangen die Fasern in Teppiche, Sofas und den Staub auf jedem Regal, und ein Haushaltsstaubsauger verteilt sie eher, als dass er sie festhält. Die Sanierung einer so belasteten Wohnung durch einen Spezialbetrieb übersteigt meist die Kosten des neuen Bades. Wer hier spart, zahlt am Ende doppelt.

Probenahme und Labor: Aufwand und Preise
Die Entnahme selbst dauert nur wenige Minuten, setzt aber Übung voraus. Wir befeuchten die Stelle, lösen ein kleines Stück Kleber mit etwas Untergrund heraus, verpacken es luftdicht und beschriften es; anschließend wird das Loch verschlossen. Gebohrt oder geschliffen wird dabei nie, denn sonst würde die Probe selbst die Fasern freisetzen, um die es geht.
Ein Labor verlangt pro Probe 30 bis 80 Euro und schickt den Befund innerhalb von zwei bis fünf Werktagen. Sehr geringe Gehalte unter einem Prozent, wie sie in Spachtelmassen vorkommen, verlangen eine Untersuchung im Rasterelektronenmikroskop, die 80 bis 150 Euro kostet. Mit 350 bis 700 Euro ist eine Raumluftmessung nach VDI 3492 zu veranschlagen. Vor dem Umbau ist sie nur selten sinnvoll, nach einer Asbestsanierung aber vorgeschrieben.
Für ein übliches Bad reichen zwei bis vier Proben, genommen am Wandkleber, am Bodenkleber, am Belag und bei Bedarf an der Spachtelmasse. Mit 100 bis 300 Euro entscheiden Sie also über eine Position, bei der es um mehrere tausend Euro geht. Alle Beträge sind Richtwerte; was für Sie gilt, steht im Festpreis-Angebot nach dem Ersttermin. Der findet bei Ihnen oder per Videocall statt, Proben entnehmen wir aber nur im Bad selbst.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
TRGS 519: Pflichten für die Asbestsanierung
Bestätigt das Labor Asbest, kommt die Technische Regel für Gefahrstoffe 519 zur Anwendung. Sie legt fest, welcher Betrieb unter welchen Auflagen arbeiten darf, und jede dieser Auflagen ist auf der Baustelle nachprüfbar.
- Sachkunde. Nur Betriebe mit einem behördlich anerkannten Sachkundenachweis nach TRGS 519 dürfen an Asbest arbeiten. Eine sachkundige Person beaufsichtigt die Arbeiten, solange sie laufen.
- Anzeige. Der Betrieb meldet die Arbeiten mit einem Arbeitsplan bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde, und zwar mindestens sieben Kalendertage im Voraus.
- Ausrüstung. Schutzanzüge zum Einmalgebrauch, Atemschutz mit P3-Filter oder Gebläse und ein für Asbest zugelassener Sauger der Staubklasse H. Gearbeitet wird feucht statt trocken.
- Abschottung. Folie trennt das Bad von den übrigen Räumen, davor sitzt eine Schleuse für das Personal, und ein Gerät hält den Raum ständig im Unterdruck, üblicherweise mit achtfachem Luftwechsel je Stunde.
- Entsorgung. Asbestabfälle kommen staubdicht verschlossen und mit dem Abfallschlüssel 17 06 05 deklariert zu einer dafür zugelassenen Annahmestelle; in einen Bauschuttcontainer gehören sie nie. Die Abfallentsorgungsanlage der Stadtpflege in der Polysiusstraße nimmt asbesthaltige Baustoffe nur mittwochs von 08:00 bis 15:30 Uhr an (Stand Oktober 2026).
- Freimessung. Am Schluss prüft ein Labor die Luft im Raum nach VDI 3492. Die Freigabe erfolgt erst unter 500 Fasern je Kubikmeter.
Schlägt Ihnen ein Anbieter vor, den Kleber ohne all das einfach vorsichtig abzukratzen, handelt er rechtswidrig, und das Risiko liegt bei Ihnen. Kleine Mengen, etwa eine einzelne Fensterbank, behandelt die TRGS 519 mit Erleichterungen. Sachkunde, Absaugung und eine geregelte Entsorgung sind trotzdem auch dort verlangt. Ein ganzes Bad fällt nicht darunter.
Ablauf einer Asbestsanierung im Badezimmer
Die Schritte sind dieselben, gleich ob es um sechs Quadratmeter Kleber oder um eine Fensterbank geht. Liegt der Befund vor, schreibt der Fachbetrieb den Arbeitsplan, reicht die Anzeige ein, und sieben Kalendertage Wartezeit beginnen. In dieser Woche suchen Sie in Ruhe Fliesen, Armaturen und Keramik aus.
Tag eins gehört der Abschottung: Türen und Lüftungsöffnungen klebt der Betrieb ab, Boden und Wände verschwinden unter Folie, vor der Badtür entsteht eine Personenschleuse, und das Unterdruckgerät läuft an. Beim Ausbau wird das Material befeuchtet und direkt an der Maschine abgesaugt, es geht sofort in den Big Bag. Dann wird fein gereinigt und gemessen. Freigabe gibt es erst mit dem Messergebnis.
Dann folgt die eigentlich geplante Badsanierung, von der Rohinstallation über Abdichtung und Fliesen bis zur Montage. Wie diese Schritte zusammenhängen, steht unter Badsanierung Ablauf; wie viele Wochen insgesamt einzuplanen sind, unter Bauzeit.
Ausgeführt wird der Asbestausbau von einem nach TRGS 519 sachkundigen Fachbetrieb. Das Angebot führt ihn als gesonderte Position, der Zeitplan als eigene Phase vor dem Umbau. Sonst ändert sich am Ablauf nichts.
Was ein Asbestfund an Zeit und Geld kostet
Beim Zeitbedarf trügt der erste Eindruck. Belasteter Fliesenkleber beschäftigt den Fachbetrieb drei bis sechs Arbeitstage lang mit Abschotten, Ausbauen und Reinigen; steht nur ein Bodenbelag an, reichen ein bis zwei Tage. Rechnet man Labor, Meldefrist und Freimessung hinzu, ergeben sich zwei bis drei Wochen im Kalender. Wer früh klärt, verliert dadurch kaum Zeit, weil die Fristen in die Planungsphase fallen.
Für Dessau gelten meist diese Spannen:
| Was gefunden wird | Zusatztage auf der Baustelle | Übliche Kosten in Dessau |
|---|---|---|
| Probenanalyse im Labor (zwei bis vier Stück) | keine | 100–300 € |
| Einzelteil aus Asbestzement (Fensterbank, Abluftrohr) | rund ein Tag | 400–1.200 € |
| Vinylbelag als Bahn oder Platten, 6 m² | ein bis zwei Tage | 1.500–2.500 € |
| Belasteter Kleber unter 25 bis 30 m² Fliesen | drei bis sechs Tage | 3.000–6.500 € |
| Raumluftmessung nach VDI 3492 | in den Tagen oben enthalten | 350–700 €, bei einer Sanierung bereits inklusive |
In den Sanierungsbeträgen stecken Messung, Entsorgung, Ausbau und Abschottung. Mehr kostet es meist bei schwierigem Weg zur Baustelle, etwa im vierten Obergeschoss ohne Lift, bei engen Treppen oder bei einem Bad, das nur über den Wohnungsflur zugänglich ist. Wird das Bad dagegen ohnehin vollständig entkernt, sinkt der Betrag, weil keine verbleibenden Bauteile geschützt werden müssen. Die Spannen sind Richtwerte; den verbindlichen Preis enthält das Festpreis-Angebot nach dem Ersttermin.
All das kommt zu den Kosten des neuen Bades hinzu, die auf der Seite Badsanierung Kosten aufgeschlüsselt sind. Besonderheiten älterer Häuser erläutert die Seite Bad im Altbau.
Festpreis trotz Asbestfund: so planen wir
Kaum etwas bringt Kalkulationen so zuverlässig ins Wanken wie ein Asbestfund. Wir rechnen ihn darum ein wie jedes andere Risiko im Bestand, mit einer Summe, die schon vor Baubeginn im Angebot steht.
Fällt Ihr Bad in den Verdachtszeitraum, erscheint die Asbestsanierung als Bedarfsposition, meist mit 3.000 bis 6.500 Euro, je nachdem, wie groß die Fläche und wie schwierig der Zugang ist. Findet das Labor Asbest, ist der Preis dafür längst abgesprochen, noch ehe die erste Fliese von der Wand kommt. Ist der Befund sauber, wird die Position gestrichen und erscheint nicht auf der Rechnung. Nachverhandlungen über den Asbest auf der Baustelle entfallen damit.
Oft erledigt sich das Thema durch eine Badrenovierung: Dabei bleiben die vorhandenen Fliesen an Ort und Stelle und bekommen eine neue Oberfläche, ein Abbruch findet nicht statt. Ob das geht, entscheiden Untergrund und Aufbauhöhe. Beides prüfen wir, ehe wir ein Angebot erstellen.
Ein Angebot für ein Bad aus dem Jahr 1975, das Asbest mit keiner Silbe erwähnt, ist nicht preiswert, es ist lückenhaft. Klären Sie das vor der Unterschrift. Folgende vier Punkte gehören schriftlich ins Angebot:
- wer die Proben zieht und welcher Preis dafür angesetzt ist,
- ob der Anbieter selbst sachkundig nach TRGS 519 ist oder einen Fachbetrieb einbindet,
- welche Summe für den Fall eines positiven Befunds eingeplant ist,
- wer für die Freimessung bezahlt.
Fehlt das, wird das Bad nicht billiger. Die Frage kommt nur später auf den Tisch, mitten im Rückbau.
Was kostet es bei Ihnen?
Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.
Wann ein anderer Betrieb besser passt
Möchten Sie nur den Asbest entfernen lassen und das Bad danach in Eigenregie neu aufbauen, wenden Sie sich am besten direkt an einen Sanierungsbetrieb mit Sachkunde nach TRGS 519. Unser Auftrag ist der komplette Umbau, nicht der reine Rückbau.
Ist ein Verdacht offen, rühren wir keine Fliese an, auch nicht auf Wunsch oder gegen Unterschrift. Ebenso verzichten wir auf einen pauschalen Asbestzuschlag ohne Probe, weil eine solche Zahl für Sie und für uns nur eine Schätzung wäre. Wer vor allem den günstigsten Preis ohne Laborbefund sucht, ist bei einem anderen Anbieter besser aufgehoben. Halbfertige Baustellen anderer Firmen übernehmen wir nicht, ein aufgebrochenes Bad mit ungeklärtem Befund schon gar nicht. Hier muss zuerst ein Sanierungsbetrieb ran, danach planen wir das Bad gern mit Ihnen neu.
Ersttermin bei Asbestverdacht vereinbaren
Wegen eines Asbestverdachts müssen Sie das alte Bad nicht behalten. Der Verdacht gehört in die Kalkulation, nicht in die laufende Baustelle.
Telefonisch sind wir unter 01579 2834939 Mo–Fr 7–16:30 Uhr erreichbar, schriftlich jederzeit über das Formular weiter unten. Nennen Sie uns möglichst das Jahr der letzten Badsanierung; schon daran lässt sich ablesen, ob ein Verdacht besteht. Dann vereinbaren wir den Ersttermin, in Ihrem Bad oder als Videocall. Er ist kostenlos und ohne Verpflichtung. Danach erhalten Sie einen Festpreis, der auch das einrechnet, was hinter den alten Fliesen liegen kann.
Häufige Fragen
Welche Bäder in Dessau stehen unter Asbestverdacht?
Alle, deren Fliesen vor 1995 verlegt wurden. Bis Ende Oktober 1993 war die Verarbeitung von Asbest in Deutschland erlaubt, und Restware wurde noch ein bis zwei Jahre danach verbaut. Es kommt auf die letzte Sanierung des Bades an, nicht auf das Alter des Hauses: Ein Altbaubad, das in den späten Neunzigern neu gefliest wurde, gilt als unverdächtig. Den Rest klärt der Ersttermin.
An welchen Stellen kann im Bad Asbest verbaut sein?
Vor allem im Fliesenkleber sowie in Spachtel- und Ausgleichsschichten darunter. Dazu kommen Beläge wie feste Vinylfliesen mit 25 oder 30 Zentimetern Seitenlänge und Cushion-Vinyl, dessen Rückseite aus Asbestpappe besteht. Weniger oft betroffen sind Fensterbänke aus Asbestzement, Abluftrohre innenliegender Bäder und Dichtschnüre an alten Rohrdurchgängen. Gebundene Stoffe werden beim Bearbeiten gefährlich, Asbestpappe schon beim Anfassen.
Erkenne ich asbesthaltigen Fliesenkleber selbst?
Nein, das ist nicht möglich. Belasteter Kleber gleicht optisch jedem anderen grauen Kleber, enthält meist weniger als fünf Prozent Asbest und verrät sich weder durch Farbe noch durch Härte oder Geruch. Klarheit schafft allein eine Laborprobe. Das Alter des Bades, feste Bodenfliesen aus Vinyl oder eine weiche Pappschicht unter einem alten Rollenbelag sind lediglich Anlässe, eine Probe nehmen zu lassen.
Wie teuer ist eine Asbestprobe im Labor?
Pro Probe 30 bis 80 Euro, das Labor meldet sich binnen zwei bis fünf Werktagen. Bei Spachtelmassen mit winzigem Anteil braucht es ein Rasterelektronenmikroskop, Kosten 80 bis 150 Euro. Eine Luftmessung gemäß VDI 3492 käme mit 350 bis 700 Euro hinzu. Ein normales Bad kommt meist mit zwei bis vier Proben aus, was insgesamt 100 bis 300 Euro ergibt. Die genaue Zahl sehen wir im Ersttermin.
Darf ich bei Asbestverdacht die Fliesen selbst entfernen?
Nein, solange der Verdacht nicht ausgeräumt ist. Laut Gefahrstoffverordnung sind Arbeiten an asbesthaltigen Materialien verboten, Sanierungen dürfen nur sachkundige Betriebe ausführen. Ein Winkelschleifer, der trocken läuft, überschreitet die Toleranzkonzentration von 100.000 Fasern pro Kubikmeter innerhalb weniger Minuten. Danach steckt der Staub in der ganzen Wohnung, und dessen Beseitigung kostet meist mehr als ein neues Bad. Am Anfang steht deshalb die Probe.
Welche Vorgaben macht die TRGS 519 bei Asbest im Bad?
Sie gilt für Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an asbesthaltigen Materialien. Verlangt sind ein behördlich anerkannter Sachkundenachweis, eine sachkundige Aufsicht vor Ort, ein schriftlicher Arbeitsplan und die Anzeige bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde mindestens sieben Kalendertage vor Beginn. Dazu gehören ein abgeschotteter Raum unter Unterdruck, feuchtes Arbeiten, ein Sauger der Staubklasse H, eine deklarierte Entsorgung und die abschließende Freimessung.
Was kostet die Asbestsanierung in einem Dessauer Bad mit 6 bis 8 Quadratmetern?
Meist 3.000 bis 6.500 Euro, wenn der Kleber auf einer Fliesenfläche von 25 bis 30 Quadratmetern belastet ist, und zwar zusätzlich zur eigentlichen Badsanierung. Ein Cushion-Vinyl-Boden mit sechs Quadratmetern liegt bei 1.500 bis 2.500 Euro, einzelne Teile aus Asbestzement wie Fensterbank oder Abluftrohr 400 bis 1.200 Euro. Abschottung, Ausbau, Entsorgung und Freimessung sind enthalten. Ihren Festpreis nennen wir im Anschluss an den Ersttermin.
Wie viel Zeit kostet ein Asbestfund bei der Badsanierung?
Rund zwei bis drei Kalenderwochen, davon nur drei bis sechs Tage tatsächliche Arbeit. Den Rest machen Wartezeiten aus: Zwei bis fünf Werktage dauert der Laborbefund, sieben Kalendertage die Meldefrist, ein bis zwei Tage Reinigung und Messung. Bei einem einzelnen Bodenbelag sind es ein bis zwei Arbeitstage. Wird der Verdacht schon vor dem Angebot geklärt, laufen diese Fristen parallel zur Planung.
Was gilt bei Asbestverdacht in einer Mietwohnung?
Zuerst informieren Sie den Vermieter schriftlich und legen den Laborbefund bei, denn jeder Umbau im Bad braucht seine Erlaubnis. Bei der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft oder einer Genossenschaft wie der Wohnungsgenossenschaft Dessau ist die Bestandsverwaltung der Ansprechpartner. Berührt der Umbau einer Eigentumswohnung Gemeinschaftseigentum wie die Steigleitung, verlangt § 20 Abs. 1 WEG vorab einen Beschluss der Gemeinschaft. Im Ersttermin klären wir, welcher Fall vorliegt.
Gilt der Festpreis auch, wenn das Labor Asbest nachweist?
Ja, weil das Angebot für genau diesen Fall von vornherein eine eigene Position mit Betrag enthält. Für Bäder aus dem Verdachtszeitraum kalkulieren wir die Asbestsanierung meist mit 3.000 bis 6.500 Euro. Weist das Labor Asbest nach, steht der Preis schon fest; bleibt der Befund ohne Asbest, fällt die Position komplett weg. Verhandelt werden muss auf der Baustelle darüber nicht mehr.
Bewertungen bei Google
Hinter jedem Bad stehen über 10 Jahre Badbau in Dessau. Ob die Arbeit gepasst hat, entscheiden danach Kundinnen und Kunden mit ihrer Bewertung bei Google, und daran messen wir uns.
Ihr Bad in Dessau
Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben, oder rufen Sie einfach an. Wir kommen vorbei, sehen uns an, was geht, und nennen Ihnen einen Festpreis — Rückmeldung innerhalb eines Werktags.
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