Heizmatte und Wasserkreis lösen verschiedene Aufgaben
Für den warmen Badboden stehen zwei Grundsysteme zur Wahl. Die elektrische Heizmatte ist ein feines Gewebe, auf dem ein Heizleiter verläuft; sie liegt im Fliesenkleber und erwärmt in erster Linie die Oberfläche. Das wasserführende System schickt Heizwasser durch ein Rohr im Boden, angeschlossen an die Heizung der Wohnung, und trägt so zur Raumwärme bei. Hier Komfort, dort Heizleistung.
Aus diesem Unterschied folgt fast alles Weitere: die Mehrhöhe, die Aufheizzeit, die Jahreskosten und die Frage, ob der alte Estrich liegen bleiben kann. Wärme direkt aus Strom kostet drei- bis viermal so viel wie Wärme aus Gas, Fernwärme oder Wärmepumpe. In Dessau-Roßlau ist Fernwärme der häufigste Energieträger, beim Zensus 2022 hingen 47,7 Prozent der Wohnungen daran. Über Ihr Bad entscheiden am Ende drei Punkte: freie Höhe, Tragfähigkeit der Decke und die Wärmequelle im Haus.
