Fensterlose Bäder finden sich in Dessau in ganz unterschiedlichen Häusern. Im Gründerzeithaus kam das Bad meist erst Jahrzehnte nach dem Bau hinzu, häufig in eine frühere Kammer, in einen abgetrennten Teil des Flurs oder direkt neben die Küche, weil dort die Wasserleitung schon lag. In den Plattenbauten, etwa in Zoberberg oder Roßlau-Biethe, wurde die Sanitärzelle oft von vornherein ganz ohne Fenster geplant.
Ein innenliegendes Bad hat durchaus Vorteile. Es kühlt kaum aus, ist ruhig, und Blicke von außen gibt es nicht. Was fehlt, ist ein Ausweg für den Wasserdampf. Seit viele Wannen einer bodengleichen Dusche weichen, wird das wichtiger: Das Wasser verteilt sich über eine größere Bodenfläche und verdunstet entsprechend rascher. Die Lösung ist ein Gerät, das nach dem Ausschalten noch 10 bis 20 Minuten weiterläuft; in einem vorhandenen Schacht kostet es meist 250 bis 500 Euro. Einen Festpreis bekommen Sie nach dem kostenlosen Ersttermin.
Eine Dusche gibt bis zu einem Liter Wasser an die Luft ab. Hat der Raum 20 Grad und eine relative Feuchte von 60 Prozent, kondensiert die Luft ab rund 12 Grad; diese Grenze heißt Taupunkt. Alles, was kühler ist, wird nass: die Silikonfuge, die Rückseite des Waschtischschranks, die Ecke hinter der Tür. Entscheidend ist darum, wie rasch der Dampf den Raum wieder verlässt. Genau das leistet eine Abluftanlage.

